



Du willst einen Pizzateig, der mehr Aroma hat und sich besser formen lässt. In diesem Beitrag erfährst du, wie Pizzateig über Nacht funktioniert, welche Temperaturen wichtig sind, wie du typische Fehler vermeidest und warum diese Methode auch im Cristalina in Ottobrunn so gut passt.
Viele Pizzateig Probleme entstehen nicht beim Belegen oder beim Backen, sondern viel früher. Beim Timing. Wenn der Teig zu kurz ruht, schmeckt er flach, lässt sich schwer formen und wird im Ofen oft eher brotig als luftig. Wenn du Pizzateig über Nacht ruhen lässt, verändert sich das Ergebnis deutlich. Der Teig bekommt mehr Aroma, wird elastischer und lässt sich leichter ausziehen.
Im Cristalina in Ottobrunn arbeiten wir mit langen Ruhezeiten, weil wir genau dieses Ergebnis wollen. In unserem Beitrag Warum der Pizzateig 48 Stunden ruhen muss erklären wir, was dabei passiert. In diesem Artikel bekommst du eine praktische Anleitung für Pizzateig über Nacht, passend für zuhause und für deinen Haushaltsbackofen.
Pizzateig über Nacht bedeutet, dass der Teig eine lange, ruhige Gare bekommt, meist im Kühlschrank. In dieser Zeit passiert viel, auch wenn du es nicht siehst. Hefe arbeitet langsamer, Aromen entwickeln sich, das Glutennetz entspannt sich und der Teig wird leichter verdaulich.
Für dich heißt das am Ende:
Wenn du schon einmal den Unterschied zwischen einem schnellen Teig und einem langen Teig probiert hast, kennst du das. Die Pizza schmeckt plötzlich nach etwas. Nicht nur nach Belag, sondern auch nach Teig. Genau das ist bei guter Steinofenpizza entscheidend, wie wir im Beitrag Warum Pizza aus dem Steinofen einfach besser schmeckt
Für die meisten Haushalte ist der Kühlschrank die beste Lösung. Du bekommst Kontrolle, weil die Hefe langsamer arbeitet. Bei Raumtemperatur kann es schnell zu warm werden, dann geht der Teig zu stark auf, fällt wieder zusammen und wird schwierig zu handhaben.
Eine Mischung ist oft ideal. Zuerst lässt du den Teig kurz anspringen bei Raumtemperatur, dann geht er in den Kühlschrank. Am nächsten Tag holst du ihn rechtzeitig heraus, damit er wieder etwas wärmer wird, bevor du ihn formst.
In unserem Beitrag Wie du echten italienischen Pizzateig zu Hause machst
Du brauchst keine exotischen Zutaten. Wichtig ist eher, dass du die Mengen sauber abwiegst und dir Zeit gibst.
Wenn du mehr über Mehlwahl wissen möchtest, lies unseren Beitrag Mehl für Pizzateig. Die Mehlsorte beeinflusst, wie gut dein Teig Wasser aufnimmt und wie stabil der Rand später wird.
Mit diesem Ablauf bekommst du einen Teig, der am nächsten Tag bereit ist für Pizza. Plane am Vorabend etwa zwanzig Minuten Zeit ein. Den Rest übernimmt der Kühlschrank.
Du kannst per Hand kneten oder mit Maschine. Wichtig ist, dass der Teig am Ende elastisch ist und sich als glatte Kugel formen lässt. Er muss nicht perfekt sein, die Ruhezeit hilft später.
Diese Phase sorgt dafür, dass die Hefe anspringt. Der Teig muss in dieser Zeit nicht riesig werden. Ein leichtes Aufgehen reicht.
Wenn du mehr Zeit hast, kannst du die Kühlschrankgare auch verlängern. Viele Profis lassen den Teig noch länger ruhen, wie wir in Warum der Pizzateig 48 Stunden ruhen muss
Am Backtag brauchst du noch etwas Timing. Der Teig soll nicht eiskalt geformt werden, sonst reißt er schneller und lässt sich schwer ausziehen.
Hol den Teig etwa eine bis zwei Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank. So kann er etwas wärmer werden und lässt sich besser formen. Wenn es im Raum sehr warm ist, reicht auch weniger Zeit.
Teig auf die Arbeitsfläche geben und in Portionen teilen. Für eine Pizza von etwa 30 bis 32 cm passen oft 250 bis 280 g Teig pro Stück. Forme jede Portion zu einer glatten Kugel und lege sie mit etwas Abstand in eine Box oder auf ein Blech, leicht bemehlt oder leicht geölt.
Gib den Teiglingen nochmal mindestens dreißig Minuten Ruhe. Sie werden dabei luftiger. Danach lassen sie sich gut ausziehen und der Rand bleibt schön.
Beim Formen gilt. Nicht mit dem Nudelholz. Drücke den Teig von innen nach außen und lass den Rand stehen. Im Beitrag Knuspriger Pizzarand
Du brauchst keine Steinofen Temperaturen, um gute Pizza zu backen, aber du musst deinem Ofen helfen. In Pizzastein oder Backstahl so wird der Boden knusprig im Haushaltsbackofen
Wenn du wissen willst, wie wir Pizza im Cristalina in Ottobrunn backen, lies den Beitrag Wie unsere Steinofenpizza in Ottobrunn gebacken wird
Wenn du das erste Mal mit langer Gare arbeitest, passieren oft ein paar typische Dinge. Das ist normal und leicht zu korrigieren.
Wenn du dich tiefer in Teiglogik einarbeiten willst, findest du viele Beiträge in der Kategorie Pizza und Pasta Wissen. Dort gehen wir auf Mehl, Sauce, Rand und Backtechnik ein.
Pizzateig über Nacht ist so beliebt, weil er sich gut in den Alltag einbauen lässt. Du machst den Teig am Abend, stellst ihn in den Kühlschrank und hast am nächsten Tag eine solide Basis für Pizza. Das passt perfekt zu Familienabenden, Wochenenden oder spontanen Treffen mit Freunden.
Wenn du keine Lust hast, selbst zu backen, kannst du das Ergebnis natürlich auch direkt im Cristalina erleben. Auf unserer Speisekarte findest du viele Steinofenpizzen, die auf denselben Prinzipien beruhen. Auf der Wochenkarte gibt es saisonale Varianten. Für mittags lohnt ein Blick auf das Mittagsmenu. Reservieren kannst du über Kontakt.
Für die meisten Haushalte sind zwölf bis achtzehn Stunden ideal. Du kannst den Teig auch länger führen, zum Beispiel vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden. Dann musst du die Hefemenge weiter reduzieren und darauf achten, dass der Teig nicht überreif wird.
Ja, zumindest so weit, dass er eine glatte Struktur bekommt. Du brauchst kein extremes Kneten, weil die Zeit im Kühlschrank viel Arbeit übernimmt. Ein sauber vermischter, elastischer Teig reicht aus.
Du kannst Teig einfrieren, aber das ist ein anderer Ablauf. Für über Nacht ist der Kühlschrank gedacht. Wenn du Teig einfrierst, ist es besser, ihn nach dem Kneten und einer kurzen Ruhe zu portionieren, einzufrieren und später langsam im Kühlschrank aufzutauen.
Klebrigkeit kann von höherer Hydration kommen, das ist normal. Nutze etwas Mehl auf der Arbeitsfläche und arbeite zügig. Wenn es extrem ist, kann dein Mehl weniger Wasser aufnehmen. Dann hilft ein anderer Mehltyp, siehe Mehl für Pizzateig.
Teig mit langer Gare eignet sich perfekt für schlichte Pizzen, weil der Teiggeschmack mehr Raum bekommt. Margherita, Funghi, Pizza bianca oder Pizzen mit wenigen Zutaten funktionieren besonders gut. Inspiration findest du in Welche Pizza passt zu dir finde deinen Lieblingsbelag und in Weiße Pizza Pizza Bianca Ideen Tipps.
Wenn du Pizzateig über Nacht einmal ausprobiert hast, wirst du kaum noch zurück zum schnellen Teig wollen. Das Ergebnis ist runder, duftender und näher an dem, was du im Cristalina in Ottobrunn auf dem Teller bekommst. Und genau darum lohnt sich dieser kleine Schritt am Vorabend.


